Der Blick geht zurück, Kinder in den Sechzigern

Der Blick geht zurück, Kinder in den Sechzigern  müssen schon weit zurück blicken,  bis sie wieder in ihrer Kindheit landen…

Kinder in den Sechzigern…

Kinder in den Sechzigern waren wild und frei!

Ich bin einer dieser geburtenstarken  Jahrgänge und ich bin sehr froh darüber. Auch bin ich so gesehen froh, das die mediale Welt, so wie sie heute ist – eigentlich Science Fiction zu diesem Zeitpunkt war und vielleicht bei „Raumschiff Enterprise“ schon ein wenig zuerkennen…

Wenn das Telefon, wenn man dann eins in der Familie besaß, später keine Wählscheibe mehr hatte sondern Zahlen die per Tastendruck gewählt wurden, dann war man echt “ modern“!

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… aber darauf will ich hier nicht hinaus.

Damals als ich Kind war, ging man vor die Tür und hatte gleich immer jemanden zum Spielen.

Ich wuchs in einer wunderschönen Kleinstadt auf (das sage ich heute als Erwachsener, als Teenager hätte ich das wunderschön mit stinklangweilig ausgetauscht). Wir wohnten in einer Wohnsiedlung, in der die Häuser nicht höher als zwei Stockwerke waren und maximal 8 Wohneinheiten hatten.

Da gab es keine Singles und schon gar nicht in meiner Erinnerung „Singlewohnungen“, da gab es überall nur Familien mit Kindern!

Na gut, ich war Kind und mit diesem Thema musste ich mich nie beschäftigen ;).

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in jeder dieser Wohnungen lebten  viele Familien mit ihren Kindern … herrlich.

Ich liebe es mich daran zu erinnern! Meistens waren wir mindestens 15 Kinder, wenn nicht sogar mehr! In unser unmittelbaren Nachbarschaft war eines unserer Lieblingsspiele:

Cowboys und Indianer 

Cowboys und Indianer

Bei dem Spiel Cowboys und Indianer ging es wild her damals…

Da wurden Tippis aufgestellt, Lagerfeuer gemacht, Flitzebogen und Pfeile selbstgebaut und es wurde natürlich auch: … „hust, hust“, die eine oder andere Friedenspeife geraucht.

Spätestens,wenn man dann irgendwann mit den Bleichgesichtern, nachdem man sich stundenlang bekriegt hatte, gemeinsam – so wie es damals zu unserer Zeit auch Winnetou & Old Shatterhand  gemacht haben, Blutsbrüderschaft gefeiert hat, wurde diese Friedenspfeife herum gereicht.

Das war ein richtiges Ritual. Erst kämpfen und dann vertragen.

Wir Mädchen waren zu meist immer Squaws und mussten die Tippis sauber halten und kochen.

Das war damals so, die Rollen wurden so aufgeteilt und es war okay so.

Wer damals dann zu den Indianerstamm gehörte und wer zu den Cowboys kam, wurde früher immer ganz gerecht ausgewählt. Da gab es kaum Streit! Meistens waren diese Rollen eh schon festgelegt, meist nach Vorlieben.

Der Häuptling war oft ein Junge aus unserem Haus, ein richtiger Mädchenschwarm, dessen er sich aber wohl nicht bewusst war, wir Mädchen aber stets um seine Gunst gebuhlt haben…

Ich jedenfalls war immer sehr glücklich darüber, wenn er mich zu seiner Squaw machte.  Da war es eine Ehre sein Tippi sauber zu halten und für ihn zu kochen, denn man war ja dann die Squaw des Häuptlings und hatte so, wenn die Männer auf Jagd oder auf dem Kriegspfad waren, das Sagen im Lager – klasse!

Es war aber für die Häuptlingssquaw auch oft gefährlich!

Wenn die Squaws Beeren sammelten und unaufmerksam waren, dann passierte es schon mal, dass die Cowboys einen Überfall starteten und du gefangen genommen wurdest!

Dann würde man gefesselt an einem Baum und musste hoffen, dass der Häuptling und sein Stamm die Cowboys bekämpften und dich befreien…

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Wunderbare Erinnerungen & Grenzen ausprobieren

Herrlich diese Erinnerungen daran.

Wir waren damals 5 Kinder zu Haus und hatten dementsprechend sehr viele Freunde. Unsere Eltern konnten uns zum Spielen nach draußen schicken, ohne sich Sorgen um uns machen zu müssen.

Natürlich haben wir uns über Grenzen hinweg gesetzt, wir konnten uns damals herrlich ausprobieren, die Eltern haben viele Dinge nicht gewusst.

Solange wir bei den verbotenen Dingen nicht erwischt wurden, war es normal uns laufen zu lassen, unsere Eltern lebten so ganz frei nach dem Motto:

“ Was man nicht weiß, macht ein nicht heiß“ !

Ach du wunderbare, wilde Kindheit…

… bleibt neugierig, eure Wiesche 🌸

 

2 Antworten auf „Der Blick geht zurück, Kinder in den Sechzigern“

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