Ein „Nordlicht“ nennt man jemanden…


 

Ein Nordlicht nennt man jemanden…

Ein Nordlicht  nennt man auch jemanden, der nördlich vom Elbtunnel geboren wurde… manche  bösen Zungen sagen auch gerne „Fischkopf“zu einem aber das finde ich eher, naja irgendwie gemein…! Es klingt ähnlich als wenn ein Bayer alle die außerhalb Bayerns geboren wurden, gleich  als „Sau Preuße“ tituliert…. nicht nett!

Wenn dann dieses „Nordlicht“ sich richtig verliebt und das in einem zauberhaften, ehrlichen, so in sich ruhenden Mann, der einem dem Atme raubt, dann ist irgendwann so ein Umzug zwingend nötig!

Wenn man (Frau) eineinhalb Jahre  lang eine Fernbeziehung geführt hat,  dann fängt irgendwann diese Fernbeziehung an, seinen Reiz zu verlieren.

🌀

Am Anfang ist das total spannend, so eine Fernbeziehung! In der Woche ist man völlig frei und kann soweit tun und lassen was man möchte. Jedes Wochenende (mein Partner hat es fast jedes Wochenende geschafft nach Hamburg zu kommen),  ist ein wunderschönes Wochenende.

Doch je mehr man sich sieht, desto enger und fester wird die Beziehung und irgendwann ist diese „Leichtigkeit“ plötzlich dahin, man möchte mehr! Der Wunsch, jeden Tag mit dem Menschen den man liebt, abends einzuschlafen und morgens wieder aufzuwachen, war bei mir der Größte!

Ein weiterer Punkt ist, dass man sich an diesen Wochenenden dann ausschließlich nur  noch mit dem Partner beschäftigt, da die gemeinsame Zeit so kurz ist. Man bekommt sozusagen einen “ Tunnelblick“! Die Zweisamkeit ist anfangs völlig genug – der Nabel der Welt ist in dieser Zeit ausschließlich , der neue Partner, die große Liebe  ❤️.

Der Wunsch zusammen zu ziehen wird  dann dadurch immer vorrangiger, doch wie soll das gehen?

 

Jeder von uns hat seinen Job in der jeweiligen Region – an diesem Jobs hängt alles was dir „finanzielle“ Sicherheit gibt, also kündigen kommt nicht in Frage, denn was bringt es einem?

Zwar wäre man dann mit dem Partner zusammen aber durch Arbeitslosigkeit kann diese neue Verbindung schon ziemlich auf die Probe gestellt werden – hält sie das aus?

Wenn nicht, dann hat derjenige, der den Umzug gewagt hat, mit einem Male, alles verloren.

Bei mir ergab sich dann der glückliche Zufall, dass meine Firma  damals in einem neuen Standort in Wuppertal expandierte.

Ich hatte Glück und bekam eine Zusage, zudem noch in einer höheren Position.

Perfekt!

Mittlerweile hat sich bei mir beruflich einiges geändert-  aber das ist eine andere Geschichte.

Der Umzug auf Wolke 7 ☁️☁️☁️☁️☁️☁️☁️❤️

 

Endlich, der Umzug war erfolgt und man schwebt erst einmal auf Wolke 7 ☁️☁️☁️☁️☁️☁️☁️ ❤️

Das man trotzdem Federn lassen muss, fällt einem erst viel später auf!

Man lässt nämlich sehr vieles zurück…

Meine Familie lebt komplett im Norden, ein  kleiner Teil in München,  doch diese Menschen fehlen mir sehr…

Mein geliebtes Hamburg, der Hafen, die Elbe und Alster… der Duft der großen, weiten Welt, den man in Hamburg hat…!  Die steife Brise“, die einem um die Nase weht, all das fehlt mir auch sehr hier…

All meine, in den vielen vergangenen Jahren, liebgewordenen Kolleginnen mit denen man teilweise über 20 Jahre zusammen gearbeitet hat – fehlen – tatsächlich!

Natürlich lernt man neue Menschen kennen, klar!

Doch irgendwie ist es gar nicht einfach für mich mit dieser  „rheinischen Mentalität“ als Nordlicht zurecht zu kommen.

Ein Nordlicht  wird ja oft verschrieben als “ stur  und wortkarg“.

Dem widerspreche ich hier mal ganz vehement!!!

Klar, dauert es erst einmal, das Herz eines Nordlicht zu erobern, doch hat man das einmal geschafft, dann hat man einen Freund für die Ewigkeit gefunden.

Mein Empfinden (hier handelt es sich ausschließlich um mein Empfinden )gegenüber der rheinischen Frohnatur ist folgendes:

Der Rheinländer an sich ist schon freundlich  aber es gibt hier  auch sehr, sehr  viel Klüngel!

Gibt es eine feste Gruppe von Rheinländern, hast du es sehr schwer, mit deiner nordischen „Art“ dort hinein zu kommen.

Teilweise sind die Menschen hier noch oberflächlicher als im Norden.

Oft ist es mir passiert, dass man mich etwas gefragt hat und eh ich einen Satz zu Ende gesprochen hatte, habe ich entweder dann schon die ganze Lebensgeschichte meines Gegenübers erfahren. Oder mitten in meinem Satz, wurde das Thema gewechselt!

Puh, anstrengend!

Glück muss man haben..

Ich habe das Glück, dass meine liebste und beste Freundin hier aus Solingen kommt.

In jungen Jahren habe ich nämlich schon einmal einen Anlauf gewagt, hier im „bergischen“, Fuß zu fassen. Damals fiel es mir ähnlich schwer, Menschen kennenzulernen, die einem  Nordlicht offen gegenüber stehen…

Es hat auch gedauert, bis ich in meiner besten Freundin, die Freundin damals gefunden habe. Doch ich kann sagen: Wir sind in über 30 Jahren durch dick und dünn ( jetzt muss ich es dieses eine Mal anders herum sagen: durch dünn und dick… hihi) gegangen, mit Höhen und Tiefen!

Ich liebe den Mann an meiner Seite sehr. Mit ihm bin ich glücklich und ich kann mir sehr gut vorstellen die zweite Lebenshälfte mit ihn zu verbringen.

Doch es braucht zu einer guten Liebe auch immer eine gute Freundin an deiner Seite. Zum Glück habe ich diese hier und nicht im Norden zurück gelassen!

Trotzdem ich diese beiden wichtigen Pfeiler in meinen „neuen bergischen Leben“habe, fehlt mir noch etwas hier…

Meine sozialen Kontakte fehlen – ich bin trotzdem immer noch sehr isoliert in meiner neugewählten Heimat. Fast ein wenig einsam… alles können die zwei nicht auffangen.

Ich hoffe, irgendwann als Nordlicht hier richtig angekommen zu sein, vielleicht braucht alles seine Zeit.

Sicherlich ergeht es nicht nur mir so und ich würde mich über Kommentare und eure Erfahrungen, die ihr in eurem Leben bisher so gemacht habt, sehr freuen.

… bleibt neugierig…

eure Wiesche 🌸

 

 

4 Antworten auf „Ein „Nordlicht“ nennt man jemanden…“

  1. Du hast das sehr gut beschrieben , auch wie du dich fühlst , so ein bisschen wie ein Alien …. naja ich glaube schon , dass du Fuss fassen wirst und dann richtig ankommst. !!! Mit Onkel Conny und Dirk hast du zwei starke liebe Menschen an deiner Seite , die dich lieben und unterstützen …. kleine Anmerkung irgendwo im Text ist ein kleiner Fehler , leider finde ich ihn jetzt auch nicht mehr wieder , wahrscheinlich liest man drüber weg .Kuss Biene

    1. Hej Bienchen…

      Ja, ich hoffe ich komme an hier in Solingen.
      Wir bauen uns ja hier auch gerade erst gemeinsam alles auf!
      Dieses bezieht sich auf das Haus und Garten aber durchaus auch
      auf gemeinsame Freunde.
      Ich hoffe ja, dass ich dann auch bald wieder meine sozialen Netzwerke
      – arbeitstechnisch, aufbauen kann.
      Hab dich lieb, Wiesche

      … ich schau mir den Beitrag noch einmal an und gehe auf Fehlersuche

  2. So meine Liebe,
    jetzt gibt es den Kommentar zu deinem Block! Du hast einen sehr lebendigen Schreibstil, aber das hatte ich dir ja schon mal “ geappt“! Und auch hier im Bergischen gibt es nette liebe Leute die „Nordlichter“ gerne im Freundeskreis aufnehmen!
    Mache weiter so!
    Liebe Grüße Danie (ohne Sahne) mit Hefe

    1. Danke, dir Danie (ohne Sahne) mit Hefe für die lieben Worte.
      Ich denke ich sollte es vielleicht entspannter angehen und dann
      wird es auch klappen mit dem Nachbar …ich meine Freundeskreis.

      Liebe Grüße Wiesche

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.